Market Orders vs. Limit Orders: Welcher Order-Typ wann?

Wenn Sie einen Trade platzieren möchten, müssen Sie zwischen verschiedenen Order-Typn wählen. Die zwei wichtigsten sind Market Orders und Limit Orders. Jede hat Vor- und Nachteile, und die falsche Wahl kann Sie Geld kosten. In diesem Leitfaden lernen Sie, welchen Order-Typ Sie wann verwenden sollten.

Market Order

Eine Market Order kauft oder verkauft sofort zum besten verfügbaren Preis in diesem Moment.

Beispiel: Eine Aktie wird bei €50,00 Bid, €50,05 Ask gehandelt. Sie platzieren eine Market Buy Order → Sie kaufen zu €50,05 (Ask-Preis).

Vorteile von Market Orders

  • Sofortige Ausführung - Order wird unmittelbar ausgeführt
  • Sicherheit, dass Sie die Position erhalten
  • Einfach - keine Preiswahl erforderlich
  • Perfekt für liquide Märkte

Nachteile von Market Orders

  • Preisunsicherheit - besonders in volatilen Märkten
  • Slippage - Sie erhalten einen schlechteren Preis als erwartet
  • Sie zahlen immer den Spread (Bid/Ask-Differenz)
  • In illiquiden Märkten kann der Preis deutlich schlechter sein

Limit Order

Eine Limit Order kauft oder verkauft nur zu einem bestimmten Preis oder besser.

Beispiel: Eine Aktie wird bei €50 gehandelt. Sie platzieren eine Limit Buy Order bei €49,50. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Preis auf €49,50 oder darunter fällt.

Vorteile von Limit Orders

  • Preiskontrolle - Sie wissen genau, was Sie bezahlen
  • Bessere Entry-Preise möglich
  • Kein Slippage
  • Sie können die Order platzieren und sich anderen Dingen widmen

Nachteile von Limit Orders

  • Ausführung nicht garantiert - der Preis kann Ihr Level verfehlen
  • Sie verpassen möglicherweise den Trade (Preis läuft davon)
  • Erfordert mehrrr Planung und Geduld

Wann verwenden Sie welchen Order-Typ?

Verwenden Sie Market Orders, wenn:

  • Sie schnell in eine Position einsteigen oder aussteigen möchten
  • Der Markt liquide ist (enge Spreads)
  • Sie einen Breakout-Trade platzieren - Timing wichtiger als Preis ist
  • Ihr stop loss ausgelöst wird - Sie sofort aussteigen möchten
  • Handelszeiten mit guter Liquidität vorliegen

Verwenden Sie Limit Orders, wenn:

  • Eine illiquide Aktie vorliegt (breite Spreads)
  • Sie Ihren Einstieg bei einem bestimmten Level wünschen (Support/Resistance)
  • Pre-Market- oder After-Hours-Trading stattfindet
  • Sie Swing-Trading betreiben - Timing weniger kritisch ist
  • Sie geduldig sind und auf einen guten Preis warten möchten

Weitere Order-Typn

Stop Loss Order

Wird zu einer Market Order, sobald der Stop-Preis erreicht wird. Schützt vor Verlusten.

Stop Limit Order

Wird zu einer Limit Order beim Stop-Preis. Gibt mehrrr Kontrolle, birgt aber das Risiko der Nichtausführung.

Trailing Stop

Ein stop loss, der automatisch mit dem Preis in die günstige Richtung mitläuft.

Fill or Kill (FOK)

Order wird vollständig ausgeführt oder sofort storniert - keine Teilausführungen.

Good Till Cancelled (GTC)

Limit Order bleibt aktiv, bis Sie sie stornieren oder bis zu 90 Tage vergangen sind.

Häufige Order-Fehler

  • Market Order in illiquider Aktie: Kann 2-5% Slippage kosten
  • Limit Order zu weit entfernt: Wird nie ausgeführt, Sie verpassen den Trade
  • Keine stop loss Order: Hoffen, dass es gut geht ≠ Strategie
  • Market Order außerhalb der Handelszeiten: Extremes Slippage möglich

Spread und Slippage

Spread: Differenz zwischen Bid- (Verkaufs-) und Ask-Preis (Kauf-). In liquiden Märkten wie EUR/USD: 0,1-1 Pip. In illiquiden Penny Aktien: 5-10%.

Slippage: Differenz zwischen erwartetem Preis und Ausführungspreis. Bei Market Orders in volatilen Märkten kann dies erheblich sein.

Für weitere Informationen über Order-Typn siehe Investopedias Leitfaden zu Order-Typn.

Fazit

Wählen Sie den Order-Typ basierend auf der Situation. Day-Trading in liquiden Märkten? Market Orders sind geeignet. Swing-Trading mit spezifischen Entry-Levels? Limit Orders. Sie möchten schnell aus einem verlustbringenden Trade aussteigen? Market Order (oder stop loss). Die Kunst besteht darin, zu wissen, wann Sie was verwenden sollten. Experimentieren Sie mit beiden Varianten, dokumentieren Sie die Ausführungsqualität in Ihrem Journal und entwickeln Sie ein Gefühl dafür, welcher Order-Typ in Ihren Märkten am besten funktioniert. Achten Sie auf Spreads und Slippage - sie können Ihre Rendite im Laufe der Zeit erheblich beeinflussen.

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